Wenn ein Lehrer schwänzt ... - Fall des Monats 12/2015

Veröffentlicht am 01.12.2015

Wenn ein Lehrer offen zugibt, sich nur krankschreiben zu lassen, weil er nicht an eine gewünschte Schule versetzt wird, fehlt er unentschuldigt. So hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden und entfernte den Beamten aus dem Dienst (Az. 3 K 721/15.TR).

Entscheidung im Fall des Monats

Der Dienstherr setzte ihn daraufhin nicht woanders ein, sondern vor die Tür, was das Verwaltungsgericht Trier bestätigte. Denn damit hatte er ja zugegeben, dass er nicht krankheitsbedingt dienstunfähig war, sondern es ihm lediglich an der Bereitschaft mangelte, an der Berufsschule weiter zu unterrichten. Damit fehlte der Lehrer die zweieinhalb Monate unentschuldigt.

Der Beamte wird aber nicht nur deswegen aus dem Dienst entfernt. Das Gericht berücksichtigte auch, dass das Dienstverhältnis wegen der Persönlichkeit des Lehrers bereits stark belastet war. Mit seinem Schulschwänzen habe er endgültig das Vertrauen seines Dienstherren und der Allgemeinheit verloren.


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