Urlaub angestellter Lehrkräfte - Fall des Monats 04/2014

Veröffentlicht am 01.04.2014

Angestellte Lehrerinnen und Lehrer werden gegenüber Arbeitnehmern nicht dadurch benachteiligt, dass sie dazu verpflichtet sind, ihre Urlaubstage während der Schulferien zu nehmen. Das hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden und widersprach damit einem klagenden Lehrer, der meinte, dass Resturlaub nicht mit Schulferien verrechnet werden könne (Az. 5 Sa 980/13).

Entscheidung im Fall des Monats April 2014

Der Lehrer forderte zunächst einen Urlaubsanspruch auf zehn Tage Resturlaub, den das Landesarbeitsgericht unter genauer Betrachtung seiner Krankheitstage während der Ferien auf drei Tage kürzte. Zudem gewährten die Richter auch nicht die Urlaubstage an sich, sondern eine Urlaubsabgeltung von 578 Euro. "Es wäre für den Schulbetrieb eine unzumutbare Beeinträchtigung, wenn angestellte Lehrer außerhalb der unterrichtsfreien Zeit Urlaubstage nehmen könnten", erklärt Rechtsanwältin Jetta Kasper die Gerichtsentscheidung. Im Übrigen folgte das Gericht der Ansicht des beklagten Dienstherren, dass die Pflicht, den Urlaub in den Ferien zu nehmen, die Angestellten nicht benachteilige, sondern der Besonderheit des Lehrerberufs geschuldet ist.


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