Unfall im Chemieunterricht - Fall des Monats 03/2015

Veröffentlicht am 02.03.2015

Verletzt sich ein Schüler bei einem Unfall im Unterricht, kann er Schmerzensgeld nur bei Vorsatz des Unfallverursachers verlangen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Osnabrück hervor (Az. 5 O 596/14).

Entscheidung im Fall des Monats März 2015

Das Landgericht Osnabrück wies diese Klage ab. Denn selbst wenn die Lehrerin fahrlässig gehandelt hätte, würde der Verletzte kein Schmerzensgeld bekommen. "So ist der Schmerzensgeldanspruch im Sozialgesetzbuch bei Betriebsunfällen geregelt", erklärt Rechtsanwältin Jetta Kasper von der Deutschen Anwaltshotline die Regelung. Die entsprechend Vorschrift ließe sich aber ohne Weiteres auch auf den normalen Schulbetrieb übertragen, meint das Gericht. Deswegen sei dieser Schulunfall über die zuständige Unfallversicherung der Schule zu regeln.


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