Sex-Chat? Unterrichtsverbot! Fall des Monats September

Veröffentlicht am 01.09.2013

Bereits "verbale sexuelle Kontakte" zu einer Schülerin rechtfertigen das Unterrichtsverbot für den Lehrer. Dieser Ansicht ist das Verwaltungsgericht Aachen und verwehrte deswegen einem Pädagogen den einstweiligen Rechtsschutz (Az. 1 L 251/13).

Zur Entscheidung im Fall des Monats September 2013

Gegen das Unterrichtsverbot will der Lehrer rechtlich vorgehen und beantragte beim Verwaltungsgericht Aachen einstweiligen Rechtsschutz, welcher es ihm erlauben soll, bis zum entscheidenden Urteil grundsätzlich weiter zu unterrichten. Er erklärte sich bereit, aufgrund der Ereignisse auch die Schule zu wechseln. Ein generelles Unterrichtsverbot aber hält er aber für eine zu harte Strafe.

"Das Beamtenrecht ist recht streng, wenn es um eine intime Beziehung zwischen Schüler und Lehrer geht. Welche Konsequenzen auf einen Pädagogen zukommen, hängt nicht zuletzt davon ab, in welchem Abhängigkeitsverhältnis die sich Schutzbefohlene befanden", erklärt Rechtsanwalt Tim Vlachos.

Das Verwaltungsgericht Aachen hält ein Unterrichtsverbot für rechtens, wenn ein Lehrer gegenüber einer Schülerin sexuelles Interesse bekundet. Dabei müsse es nicht zum physischen Kontakt gekommen sein, betont das Gericht.


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